YIN&YANG

Mit „Dao“ bezeichnen die Chinesen den Ursprung bzw. die Einheit, aus welcher die
Dualität Yin&Yang entspringt. Dao ist demnach das Potential, das alles in sich birgt.
Sind Yin&Yang in Harmonie so kehren wir zum Ursprung zurück, und der Mensch ist
gesund.
Yin&Yang drücken die grundlegende Polarität aller Erscheinungen aus. Yin&Yang
Paare gibt es so viele wie es Dinge oder Vorstellungen gibt:

                                             Alles hat ein YIN und ein YANG!

Im Folgenden einige Beispiele für Yin&Yang -Zuordnungen:

Yin&Yang in der Natur: Yin&Yang im Menschen:
Schattenseite Sonnenseite Kältegefühl Hitzegefühl
Erde Himmel blasse Zunge rote Zunge
Nacht Tag Feuchtigkeit Trockenheit
Kälte Wärme heller Urin dunkler Urin
Ruhe Aktivität weicher Stuhl harter Stuhl
Winter Sommer Trägheit Hektik

 

Yin und Yang bezeichnen demnach Gegensätzliches, sie stehen jedoch auch in
Relation zueinander
(wo viel Yin ist, ist wenig Yang und umgekehrt), und werden
immer in Bezug auf das Andere definiert (der Frühling ist im Vergleich zum Winter
Yang, aber im Vergleich zum Sommer Yin).
Westlichen Menschen mag es schwer fallen das Konzept des YIN&YANG zu
verstehen, weil es sich dem streng festgelegten „entweder-oder“- Prinzip völlig entzieht.
In der chinesischen Philosophie gilt jedoch der Leitsatz: „Sowohl als auch“, wie das
folgende daoistische Gedicht verdeutlicht:

 „Für die Frösche im Tempelteich ist eine Lotospflanze riesig.
Den Göttern auf dem Weltenberg erscheint ein Elefant ganz klein.“